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Elektrisches System

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Das Elektrische System wird genutzt, um eine Vielzahl verschiedener Maschinen anzutreiben. Das Spiel kann kaum ohne Elektrizität gespielt werden. Wenn Strom erzeugt wird, wird dieser gleichmäßig auf alle Maschinen im Stromnetz verteilt.

Netzwerkmechanik

Erzeugung

Es gibt vier Arten, Strom zu erzeugen. Mehr Details über die jeweilige Methode gibt es auf der Seite Stromerzeugung.

  1. Dampfmaschine – Weit verbreitet, erfordert Heizkessel (welche Wasser und Treibstoff benötigen).
  2. Solarmodul – Kostenloser Strom, aber nur am Tage. Wird normalerweise in Kombination mit Akkumulatoren verwendet.
  3. Akkumulator – Energiespeicher, siehe weiter unten.
  4. Dampfturbine – Hochleistungs-Dampfmaschine. Wird genutzt, um Strom aus dem Dampf eines Kernreaktors zu erzeugen.

Benötigt ein Stromnetz weniger Energie als produziert wird, reduzieren Dampfmaschinen und Dampfturbinen ihre Leistung, damit keine Energie verschwendet wird.

Speicherung

Ein Feld aus 48 Akkumulatoren und einem Umspannwerk mit einer Kapazität von 240 MJ.

Energie kann auf folgende Arten gespeichert werden:

  • Treibstoff. Kann verbrannt werden, um Strom zu erzeugen.
  • Akkumulatoren. Akkumulatoren werden durch überschüssigen Strom aufgeladen und bieten Strom an, wenn der Bedarf die Produktion übersteigt.
  • Dampf. Kann in Heizkesseln oder Wärmetauschern hergestellt und in Lagertanks gespeichert werden. Ermöglicht es, dass Dampfmaschinen und Dampfturbinen bei Bedarf mit Energie versorgt werden.

Dampftanks als Energiespeicher

Ein Lagertank mit Dampf aus einem Wärmetauscher (500°C) speichert 2,425GJ; Ein Lagertank mit Heizkessel-Dampf (165°C) speichert 750MJ.

Es gibt mehrere Vorteile, Energie in Lagertanks anstatt in Akkumulatoren zu speichern:

  • Die Energiedichte ist deutlich höher.
    • Bei Dampf mit 165°C (aus Heizkesseln), kann ein einzelner Lagertank so viel wie 150 Akkumulatoren speichern: 750MJ / 5MJ = 150
    • Bei Dampf mit 500°C (aus Wärmetauschern), speichert ein einzelner Lagertank so viel wie 485 Akkumulatoren: 2425MJ / 5MJ = 485
  • Ein Kernreaktor verbrennt immer eine ganze Einheit Kernbrennstoff und erzeugt dabei 8GJ (oder mehr mit dem Nachbarbonus), auch wenn der Verbrauch geringer ist. Überschüssige Energie kann als Dampf gespeichert werden.
  • Ein Akkumulator kann mit maximal 300kW ge- oder entladen werden. Bei hoher Belastung (z.B. Feuern von Laser-Geschütztürmen), kann eine geringe Anzahl an Akkumulatoren überlastet werden, was zu Stromausfällen führt. Eine Dampfmaschine kann 900kW aus dem gespeicherten Dampf erzeugen (das 3-fache eines Akkumulators), eine Turbine sogar 5800kW (6,4-fache Leistung). Somit kann eine geringe Anzahl Turbinen und/oder Dampfmaschinen viel höhere Spannungsspitzen abfangen.
  • Dampf kann per Zug transportiert werden. Somit ist Strom auch weit entfernt von der Basis nutzbar.

Verteilung

Strommasten werden für die Stromübertragung genutzt. Es gibt 4 Arten von Strommasten (3 Größen und das Umspannwerk), die jeweils unterschiedliche Eigenschaften in Bezug auf Anschlussreichweite und Verteilgebiet (blaue Fläche um den Mast) haben. Werden zwei unterschiedliche Masten verbunden, werden die Eigenschaften des kleineren angewendet.

  1. Kleiner Strommast – Zweitkleinstes Verteilgebiet, kürzeste Anschlussreichweite. Ohne Forschung verfügbar.
  2. Mittelgroßer Strommast – Zweitgrößtes Verteilgebiet, mittlere Reichweite.
  3. Großer Strommast – Kleinstes Verteilgebiet, größte Kabelreichweite.
  4. Umspannwerk – Größtes Verteilgebiet, zweitbeste Reichweite, aber sehr teuer in der Herstellung.

Verbrauch

Die Mehrheit der Maschinen in Factorio benötigt Elektrizität. Hierbei gibt es zwei Aspekte:

  • Energieverbrauch – Die Energie, die die Maschine während ihres aktiven Einsatzes verbraucht (Herstellung oder Bewegen von Gegenständen usw.). Kann das Stromnetz nicht genug Elektrizität liefern, um alle Maschinen zu versorgen, wird der Strom gleichmäßig auf alle Maschinen verteilt (proportional zum Verbrauch). Alle Maschinen arbeiten entsprechend mit gleichmäßig reduzierter Leistung.
 ** Beispiel: Eine Montagemaschine 3 (210kW) und ein Elektrischer Erzförderer (90kW) sind in einem Stromnetz (90+210 = 300kW) verbunden, doch dieses wird nur durch 3 Solarmodule (3x60kW = 180kW) versorgt. Beide Maschinen arbeiten nur mit 60% Leistung (180/300=0.6).
  • Stand-by – Die Energie, die von der Maschine verbraucht wird, egal ob sie arbeitet oder nicht. Die meisten Maschinen benötigen nur eine geringe Menge Energie, doch in kleinen Fabriken mit geringer Energiekapazität kann dies relevant werden.

Verbindungen

Einfaches Beispiel eines Stromnetzes.

Ein Stromnetz wird erzeugt, indem elektrische Erzeuger (Dampfmaschinen oder Solarmodule) und Verbraucher durch Strommasten verbunden werden. Werden Strommasten innerhalb ihrer Reichweite plaziert, verbinden sich diese automatisch. Gebäude innerhalb der Reichweite der Masten werden direkt versorgt. Fährt man mit dem Mauszeiger über einen Strommasten, zeigt dieser die Energieversorgung innerhalb dieses Stromnetzes an. Klickt man auf einen Masten, öffnet dies eine ausführliche Übersicht über dieses Stromnetz. (Siehe weiter unten)

  • Mit Shift-Klick auf einen Masten werden alle Verbindungen zu anderen Masten entfernt.
  • Getrennte Masten können durch Kupferkabel von einem zum nächsten Masten verbunden werden.
  • Hält man die Bau-Taste (Standard Linke Maustaste) beim Laufen gedrückt, werden automatisch Strommasten mit ihrer maximalen Reichweite gesetzt.

Stromnetz-Informationen

Die detaillierte Stromnetz-Anzeige

Es wird immer nur die Information des Netzwerks angezeigt, mit dem der entsprechende Mast verbunden ist! (im Gegensatz zur globalen Produktionsanzeige (Taste P))

  1. Gesamtleistung – Die aktuelle Energiemenge, die im Netzwerk verbraucht wird. Diese Leiste sollte voll (und grün) sein. Ist sie es nicht, wird mehr Energie benötigt als produziert wird. Die Leiste wechselt dann zu gelb (>50%) oder rot (<50%).
  2. Produktion – Die Energiemenge, die im Netzwerk produziert wird. Diese Leiste sollte nie voll sein. Wenn sie voll ist, wird die gesamte produzierte Energie verbraucht. Je leerer die Leiste desto größer der Energeieüberschuss.
  3. Akkumulator-Ladung – Die in Akkumulatoren gespeicherte Energie. Gemessen in Joule; 1 Joule = 1 Watt * 1 Sekunde. Diese Leiste sollte voll sein, bevor sie sich das nächste Mal leert.
  4. Zeitspanne - Legt die Zeitspanne für die folgenden Graphen fest.
  5. Detaillierter Verbrauch – Liste der Verbraucher vom höchsten zum niedrigsten Verbrauch. Im Beispiel, 16 Radaranlagen verbrauchen am meisten, 4.7 MW.
  6. Detaillierte Produktion – Liste der Produzenten von der höchsten zur niedrigsten Produktion. Im Beispiel, 160 Dampfmaschinen produzieren die gesamte Energie der Fabrik.
  7. Verbrauchsgraphik – Zeigt den Verbrauch der verschiedenen Verbraucher über die Zeit.
  8. Produktiongraphik – Zeigt die Produktion der verschiedenen Produzenten über die Zeit.

Die angezeigte Produktion/der angezeigte Verbrauch stellt den Durchschnitt über die gewählte Zeitspanne dar. Werden längere Zeiträume gewählt, können auch nicht mehr verbundene Verbraucher/Produzenten angezeigt werden.

Netzwerkprioritäten

Elektrizität wird nach Prioritäten verteilt. Der Bedarf wird durch folgende Reihenfolge gedeckt:

  • Solarmodule – Höchste Priorität; Sie arbeiten immer mit der maximal verfügbaren Leistung, es sei denn, sie können den gesamten Bedarf des Netzwerks decken. In diesem Fall entsprechen sie dem Bedarf.
  • Dampfmaschinen und Dampfturbinen – Sie befriedigen den Bedarf, den die Solarmodule nicht schaffen; beide haben die gleiche Priorität, der Bedarf wird gleichmäßig verteilt.
  • Akkumulator – Letzte Reserve. Sie werden erst entladen, wenn der Bedarf nicht anders gedeckt werden kann. Sie werden auch nur geladen, wenn der Energiebedarf befriedigt ist und noch Reserven existieren.

Sollten andere Prioritäten erforderlich sein, kann auch mit Stromschaltern und Netzwerkschaltungen gearbeitet werden, z.B. Tag-Nacht-Wechsel mit Solarmodulen und Akkumulatoren.

Ein neuer Strommast wird automatisch in folgender Logik zu nahegelegenen Masten verbunden:

  1. Verfügbare Masten, beginnend beim nächsten.
  2. Keine Verbindung zu miteinander verbundenen Masten (keine Dreiecksverbindung).
  3. Maximal 5 Verbindungen.

Siehe auch